Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Rietberg, die seit diesem Schuljahr das Fach Sport als Hauptfach erleben dürfen, verbrachten am Donnerstag einen spannenden Tag in Dortmund. Im Rahmen der Berufsorientierung waren die WPI-Sportkurse von Jan Martin und Daniel Jürgens zu Gast bei Borussia Dortmund und erhielten spannende Einblicke in den BVB als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb.
Im Trainingszentrum in Dortmund-Brackel wurde die Gruppe herzlich von Frau Kokot aus der Personalabteilung empfangen. In einem informativen Vortrag stellte sie die vielfältigen Ausbildungsberufe und Tätigkeitsfelder vor, die es beim BVB gibt. Vom kaufmännischen Bereich über Medien- und Veranstaltungsmanagement bis hin zu gewerblich-technischen Berufen – der Verein bietet zahlreiche Möglichkeiten, den Einstieg in die Arbeitswelt mit der Faszination Fußball zu verbinden.
Mit aktuell rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist Borussia Dortmund ein bedeutender Arbeitgeber in der Region. Umso wichtiger ist es dem Verein, sichere und attraktive Arbeitsplätze zu schaffen – insbesondere für Auszubildende. Die Attraktivität des Arbeitgebers Borussia Dortmund zeigt sich auch in zahlreichen persönlichen Mehrwerten für die Mitarbeitenden. Dazu gehören unter anderem Mitarbeiter-Tickets, Angebote im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie weitere Benefits, die die Identifikation mit dem Verein stärken. Besonders für Auszubildende bietet der BVB attraktive Rahmenbedingungen: So werden beispielsweise Kosten für Schulmaterialien erstattet, und die Azubis arbeiten regelmäßig in spannenden, abteilungsübergreifenden Projekten mit. Dadurch erhalten sie frühzeitig Einblicke in unterschiedliche Bereiche des Vereins und entwickeln ein umfassendes Verständnis für die Strukturen eines modernen Profiklubs.
Ein weiterer spannender Gesprächspartner war Pressesprecher Jens Volke, der die Öffentlichkeitsarbeit im Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Dortmund verantwortet. Er erläuterte, wie wichtig professionelle Kommunikation im modernen Fußball ist – von Social Media über Presseanfragen bis hin zu Interviews. Gleichzeitig betonte er die besondere Verantwortung gegenüber den jungen Talenten. Viele Spieler sind noch minderjährig und stehen dennoch früh im öffentlichen Fokus. Deshalb geht es nicht nur um mediale Präsenz, sondern auch um Schutz, Begleitung und verantwortungsvolle Steuerung von Öffentlichkeit. Die Nachwuchsspieler sollen lernen, reflektiert aufzutreten und mit Medien bewusst umzugehen – werden dabei jedoch eng begleitet, um ihre Persönlichkeitsentwicklung nicht durch zu viel öffentliche Aufmerksamkeit zu gefährden.
Ein besonderes Highlight war der Austausch mit Herrn Röben, dem pädagogischen Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. Er verdeutlichte, dass junge Talente nicht nur sportlich gefördert, sondern auch schulisch sowie beruflich auf ihre Zukunft vorbereitet werden.
Beim Besuch wurde zudem spürbar, wie eng Sport und Wirtschaft miteinander verknüpft sind: Nach der Niederlage gegen Atalanta Bergamo und dem Ausscheiden aus der UEFA Champions League war die Stimmung etwas gedämpft. Offen wurde angesprochen, dass fehlende Einnahmen aus internationalen Wettbewerben Auswirkungen auf die Budgets der Abteilungen in der kommenden Saison haben können. Für die Schülerinnen und Schüler wurde dadurch deutlich, wie stark sportlicher Erfolg wirtschaftliche Entscheidungen beeinflusst. Kurz vor Abfahrt war es den Schülerinnen und Schüler noch möglich die Profis ganz kurz beim Auslaufen zu sehen. Das Training fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Nach der Mittagspause ging es schließlich in den Signal Iduna Park. Bei einer ausführlichen Stadionführung erlebten die Schülerinnen und Schüler, wie aufwendig ein Spieltag vorbereitet wird: Catering, Hospitality- und VIP-Bereiche, Vorbereitung der Tribünen und Stehplätze, Sicherheitskonzepte, Pflege und Vorbereitung des Rasens sowie der Aufbau der Fernsehkameras – hinter einem Bundesligaspiel steckt eine enorme organisatorische Leistung.
Ein ganz besonderer Moment war natürlich der Blick in die Kabine der Profis, der Gang durch den Spielertunnel und die Möglichkeit, selbst einmal auf der Ersatzbank Platz zu nehmen.
Ein eindrucksvoller Tag, der gezeigt hat: Fußball ist weit mehr als 90 Minuten auf dem Platz.
Wir bedanken uns herzlich bei Borussia Dortmund für die offenen Einblicke und die freundliche Betreuung!